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Die Hinterglasmalerei von Martin Klier

Viele Motive des in Neukirchen (Egerland) geborenen Künstlers bekunden das Reisen, Unterwegs sein und Flanieren. Alles liegt ganz nah beieinander: in der Natur die Formen und Farben. Von den Reihern, die engelsgleich am Himmel direkt in den Süden schweben, dem Reiherpaar, das sich um den Frosch im Glas um eine Mahlzeit streitet, oder der tränenübergossenen bluttriefenden Willi-Birne mit dem weinenden Fantasievogel, über Aktmalereien und Stillleben bis zu den überdimensionalen Birnen, auf denen zwei stolze Reiher sitzen, als wollten sie den Startbefehl der Ballone geben. Selbst die bedrohlichsten Elemente, wie z.B. das Gemälde mit einem vom Dolch erstochenen Apfel, haben beängstigend komische Erscheinungsformen angenommen; sie porträtieren das Motiv des Künstlers, nicht alles im Leben allzu ernst zu nehmen.

Fast alles ist möglich in den erzählfreudigen Bildern, nur eines nicht: Langeweile! Mit liebevoller Ironie malt der Künstler ein etwas anderes Bild von der Wirklichkeit: es bewegt sich, es schwebt, es umrahmt mystisch , es ist närrisch und voller Poesie - fast wie im richtigen Leben! - Gemeinsam geht es leichter und mit Humor gelingt vielleicht das Unmögliche – diesem Motto von Martin Klier kann man sich nur anschließen, wenn man seine Bilder gesehen hat.

„Bei einer Studienreise nach Kroatien lernte ich einen der bekanntesten Hinterglasmaler Mijo Kovacic kennen, dem ich über die Schulter schauen durfte und bei dem ich einiges lernen konnte. Ich wurde total verrückt danach. Es wurde meine Leidenschaft!“ Diese Worte stammen von dem autodidaktischen Künstler Martin Klier. So versucht er, die Beziehung zu seinen Arbeiten zu beschreiben. Diese Kunst ist in Deutschland nur selten zu bewundern. Seine Bilder sind geprägt von den Gegenständen des realen Lebens. Besonders Früchte des Gartens und des Feldes und Fantasievögel sind in seinen Werken zu finden.

Für das Malen einer einzigen Frucht braucht er aber trotz seines durch jahrelange Arbeit erworbenen Könnens meist einige Stunden. Insgesamt „verschlingt“ ein vollständiges Bild eine Arbeitsdauer von Wochen und Monaten. Seine Bilder kosten ihn zig Stunden konzentrierter Arbeit, weil er nass in nass malt und die stumpfe Farbwirkung mühsam in Brillanz verwandeln muss.

Die Vorgehensweise bei der Hinterglasmalerei ist eine andere als beim herkömmlichen Malen. Martin Klier muss, bevor er mit dem Bild beginnt, eine Bleistiftzeichnung bis ins Detail ausgearbeitet haben, die er danach unter das Sekurit-Glas legt. Das Bild wird in Schichten aufgebaut und die hinteren Farbschichten drücken sich durch die vorderen hindurch. Durch einen Schwamm entstehen Schattierungen und Übergänge. Jede Schicht muss ca. 3 Tage trocknen. Durch dieses Verfahren entsteht eine räumliche Tiefe wie sie mit keiner anderen Technik zu erreichen ist. Klier verwendet Ölfarben, die er lasierend aufträgt. Der Trocknungsprozess der Farbe und die zeitaufwendige, detailverliebte Malerei scheinen im Widerspruch zueinander zu stehen, denn ist die Farbe einmal getrocknet, ist es nicht mehr möglich, die folgenden Farbschichten durchscheinen zu lassen. Die zeitaufwendigen Bilder entstehen also im Wettlauf mit der Zeit.

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